CampusGrün Hamburg

Nachhaltig gegen Rechts: Ergebnis der StuPa-Wahl

20. Januar 2018

Die diesjährige Stimmauszählung der Wahl zum Studierendenparlament ist seit wenigen Stunden beendet. Zum wiederholten Mal stellt CampusGrün mit deutlichem Abstand die größte Fraktion und erhält 10 Sitze.

Wahlauszählung

Zum campusgrünen Wahlerfolg erklärt Svenja Horn, Kandidatin auf Listenplatz 1: "Wir freuen uns über die große Zustimmung. Auch in Zukunft wollen wir zusammen mit unseren Wähler*innen solidarisch für eine eingreifende Wissenschaft kämpfen. Eine Wissenschaft, die sich mit aktuellen gesellschaftlichen Problemen auseinandersetzt und ihre eigenen Bedingungen für diese Auseinandersetzungen stetig verbessert."

Im bisherigen AStA arbeitet CampusGrün sowohl im Vorstand, als auch in beinahe allen Referaten. Dort war CampusGrün unter anderem in den Bereichen Antidiskriminierung, Öffentlichkeitsarbeit, Ökologie & nachhaltige Entwicklung, Soziales sowie Hochschulpolitk aktiv. Zudem hat die Gruppe die Kampagne "Gemeinsam statt G20" mitgetragen und gestaltet nun auch die uniweiten Aktivitäten gegen die Schuldenbremse und für eine Ausfinanzierung der Uni aktiv mit.

Zusammensetzung des StuPa 2018/19

Sitzverteilung StuPa 18/19

Melf Johannsen, StuPa-Präsidium, unterstreicht: "Durch unsere Arbeit für kritische und freie Wissenschaft, eine ökologische Universität und gute soziale Bedingungen für Studierende stellen wir gemeinsam mit anderen Rahmenbedinungen her, die keinen Platz für Konkurrenzdenken oder Ungleichheitsideologien bieten. Gerade der feministische Anspruch ist uns dabei besonders wichtig."

Fiona Nagorsnik, Listenplatz 2, ergänzt: "Obwohl wir Stimmen an eine unserer Meinung nach illegale, schein"grüne" Liste abgegeben mussten, haben wir mit 10 Sitzen im Studierendenparlament eine gutes Mandat erhalten, um unsere bisherige Arbeit im Studierendenparlament und im AStA fortzusetzen."

Für CampusGrün sind ab dem Sommersemester 2018 folgende Parlamentarier*innen für Euch im StuPa vertreten:

Über die Liste gewählt sind Svenja Horn, Fiona Nagorsnik, Franziska Stocker, Meike Schickhoff, Emma Bartmann, Lene Greve, Lena Tresse, Armin Günther, Nadia Abd El Hafez und Melf Johannsen. Svenja Horn konnte ein Direktmandat erringen.

Hier die Ergebnisse im Einzelnen:

Name Stimmen Sitze Prozent
Die LISTE 291 (-18) 2 4,76% (-0,49%)
Bier und Glühwein [..] (BGZM) 54 (-38) 0 (-1) 0,88% (-0,68%)
CampusGrün 1253 (-141) 10 (-1) 20,49% (-3,2%)
SDS* 358 (-75) 3 (-1) 5,85% (-1,51%)
Juso HSG 522 (+132) 4 (+1) 8,53% (+1,9%)
RCDS 504 (-17) 4 8,24% (-0,61%)
Campus LINKE (ehem. HWP-Liste) 262 (+200) 2 (+1) 4,28% (+3,23%)
Unicorns 436 (-23) 3 (-1) 6,75% (-1,05%)
WiWi 339 (+90) 3 (+1) 5,53% (+1,3%)
Schöne Zeiten 277 (neu) 2 (neu) 4,55% (neu)
UKEler vereint! 443 (-27) 3 (-1) 7,24% (-0.75%)
Die Grünen 112 (neu) 1 (neu) 1,93% (neu)
Liberale Hochschulgruppe 118 (-66) 1 1,93% (-1,2%)
Liste LINKS 254 (-52) 2 4,15% (-1,05%)
harte zeiten 132 (-10) 1 2,08% (-0,33%)
Jura-Liste 108 (-17) 1 1,77% (+0,22%)
MIN-Liste 392 (+45) 3 6,41% (+0,51%)
AlleLeute-Liste 33 (neu) 0 (neu) 0,54% (neu)
Alternative Linke 118 (-160) 1 (-1) 1,95% (-2,77%)
Studium und Job 21 (neu) 0 (neu) 0,34% (neu)
Campus Cannabis 110 (-4) 1 1,80%


Die Campus LINKE wurde mit der HWP-Liste verglichen und die UKEler vereint! mit der Mediziner*innen-Liste und Mediziner-Liste.

Enthaltungen: 6 (-3)
Ungültige: 21 (-35)
Gültige Stimmen: 6100 (+215)

Uni Wahl Abgebrochen

05. Januar 2018

CampusGrün kritisiert UHH für undemokratisches Vorgehen bei der Wahl zum höchsten Gremium der Universität.

Der akademische Senat (AS) ist das höchste Gremium der akademischen Selbstverwaltung der Universität Hamburg, welches durch Studierende gewählt werden kann. In diesem beraten 10 Professorinnen, 3 Studierende, 3 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und 3 Mitglieder des Technischen-, Bibliotheks- und Verwaltungspersonals über die Ausrichtung der Universität. Die Mitglieder des AS werden alle zwei Jahre von den vier genannten Gruppen gewählt. Die Wahl wird von einem Wahlausschuss überwacht. Dieser hat am Freitag, den 22.12.2017 aufgrund von Fehlern im Wahlverzeichnis beschlossen, die Wahlen für die Gruppe der Studierenden und der wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen (akademisches Personal) abzubrechen. Im Wahlverzeichnis waren etwa 1000 Promovierende sowohl im Wahlverzeichnis der Studienrenden als auch im Wahlverzeichnis des akademischen Personals aufgelistet. Die Wahl wird nun vom 03.01.2018 bis zum 02.02.2018 wiederholt.

Melf Johannsen, Mitglied des Wahlausschusses sagt dazu: „Der Wahlausschuss ist mit dem Beschluss mehrheitlich der Empfehlung der Wahlleitung gefolgt. Ich halte das für einen Fehler. Bei der Wahl wurden zwar Fehler im Wahlverzeichnis gemacht - der Abbruch der laufenden Wahl ist trotzdem kein legitimes Mittel. Das gesamte akademische Personal hat korrekte Unterlagen erhalten und bei den Studierenden sind nur 2 % der Wahlunterlagen fehlerhaft verschickt worden. Natürlich kann das ein Grund für eine Anfechtung der Wahl sein, diese Wahl jedoch nun profilaktisch in einem verkürzten Zeitraum zu wiederholen, sorgt bei den Wahlberechtigten vermutlich für große Verwirrung und Durcheinander. Zusätzlich dazu fällt die Wahlwiederholung in die Klausurenvorbereitungsphase, was vermutlich zu einer noch weiter sinkenden Wahlbeteiligung führen wird. Zudem zeigen sich schon jetzt bei der Wahlwiederholung weitere Probleme. Der Wahlausschuss hatte in seiner letzten Sitzung beschlossen, dass die Wahlberechtigen bereits kurz nach Weihnachten über den Wahlabbruch per Email informiert werden sollen. Das ist bisher nicht geschehen.“

Meike Schickhoff, CampusGrüne Spitzenkandidatin für die Wahl des AS, ergänzt: "Das Vorgehen der Wahlleitung infolge des Fehlers im Wahlverzeichnis bei der Verschickung ist in höchstem Grade inkonsequent und schadet so der demokratischen Kultur der Universität. Einerseits ist die mit Abstand größte Mitgliedergruppe, nämlich die der Studierenden, im höchsten demokratischen Gremium der Universität gegenüber der Professor*innenmehrheit nur marginal vertreten, andererseits werden demokratische Formalia, die eigentlich kaum jemanden betreffen, so hochgehalten, dass eine kaum praktikable und schlecht organisierte Wahlwiederholung erzwungen wird.“

Lene Greve, Vorsitzende von CampusGrün, fügt hinzu: "Diese Wiederholung bedeutet natürlich auch für die vielen Studierenden, die zusätzlich zu ihrem Studium ehrenamtlich in einer der antretenden Listen engagiert sind, eine zusätzliche Belastung durch umfangreichen Wahlkampf - und das auch noch direkt vor der Klausurenphase. Es bleibt zu hoffen, dass der verlängerte Wahlkampf auch zu mehr Politisierung führt - und nicht die Genervtheit angesichts dieses Chaos überwiegt. Wir werden jedenfalls dafür kämpfen, dass möglichst viele an der Wahl teilnehmen - und im besten Fall natürlich CampusGrün wählen!“

Nachlese zur 36. BMV von CampusGrün

15. November 2017

Auf der 36. MV des Campusgrünen Bundesverbands konnten wir als CG Hamburg deutliche Akzente für eine progressive Entwicklung des Verbands setzen.

Dazu konnten wir einerseits mit Änderungsanträge dazu beitragen, existierende Anträge zu verbessern, zum Beispiel durch den Hinweis auf die Notwendigkeit der Abschaffung der Schuldenbremse, um eine soziale Novellierung des BAföG zu ermöglichen[0] und der Ergänzung, dass antifaschistische Arbeit nur wirksam ist, wenn sie u.a. gestaltende Sozialpolitik umfasst[1]. Außerdem wurde auf unseren Antrag hin eine kapitalismuskritische Grundsatzposition[2] für die Entwicklung ökologischer Systemalternativen, wie beispielsweise das Konzept des Ökosozialismus, verabschiedet.

So gehen wir positiv gestimmt unter der Prämisse "die Grünen werden Links sein oder sie werden nicht sein" (Jürgen Reents, 1980) in die Weiterarbeit im Verband.

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