CampusGrün Hamburg

Bericht aus der letzten Sitzung des Fakultätsrat ErzWiss im Wintersemester 14/15

Auf der letzten Sitzung des Fakultätsrats im Wintersemester standen noch einmal einige interessante Themen an - neue Teilstudiengänge, Probleme beim Kernpraktikum und Änderungen in der Prüfungsgestaltung.

Der Fakultätsrat hat die Einführung der Teilstudiengänge Alevitische Religion und Islamische Religion auf den Weg gebracht - bald bestreiten also (inklusive Evangelischer und Katholischer Religion) vier Lehrstühle gemeinsam das Unterrichtsfach Religion, um dem Hamburger Modell des "Religionsunterrichts für alle" gerecht zu werden. Außerdem steht in der Diskussion, dass die Schulbehörde gerne wieder ein "Lehramt an Grundschulen" einführen möchte. Ob die Lehramtsstudiengänge reformiert werden, hängt aber auch mit dem Ausgang der laufenden Koalitionsverhandlungen zusammen. Bezüglich der Auslegung der abgeschafften Anwesenheitspflicht gibt es immer noch unterschiedliche Ansichten innerhalb der Lehrenden und Studierenden. Fest steht: Modulprüfungen können auch erbracht werden, wenn man in den Seminaren nicht anwesend war. Allerdings sind die Lehrenden berechtigt, für Nicht-Anwesenheit Ersatzleistungen zu verlangen - im April werden wir das Thema allerdings noch einmal diskutieren. Wir finden: Studierende können selbst entscheiden, ob sie im oder außerhalb des Seminars das Thema besser lernen. Außerdem wurde besprochen, dass Studierende ihre eigenen Hausarbeiten zitieren können in neuen Hausarbeiten - einfaches Recycling alter Hausarbeiten fällt allerdings nicht darunter...

Am Schluss haben wir die vielfältigen Probleme im Kernpraktikum bezüglich der Unklarheit über die abzuleistenden Stunden u.ä. angesprochen. Nun soll die Clearingstelle des ZLH besser eingebunden und die Zuständigen an den Schulen besser informiert werden.

"Millionen für die Universität Hamburg" - gute Nachrichten für Hamburger Bildung?!

Die Lehrer*innenbildung der Universität Hamburg wird zukünftig durch das Bund-Länder-Programm mit 6 Millionen Euro unterstützt.

Laut Freya Schmitz (Fakultätsrat Erziehungswissenschaft) besteht nun die einzigartige Chance, endlich Missstände der Hamburger Lehrer*innenbildung zu beseitigen: "Das, was wir Studierende seit Jahren beklagen, kann nun verbessert werden: Bessere Verbindungen zwischen Unterrichtsfächern und Fachdidaktiken, Verankerung des Themas Inklusion als fester Schwerpunkt jedes Lehramtsstudiums sowie eine Vertiefung des Schwerpunkts Heterogenität."

Die Universität Hamburg steht nun vor der Aufgabe, diese Aktivitäten in der neu zu gründenden „Hamburger Arbeitsstelle zur Förderung der Lehrerprofessionalisierung“ zu bündeln. Martin Riecke (Mitglied des Akademischen Senats): "Dabei ist es wichtig, dass während des Prozesses eine breite Beteiligung auch studentischer Vertreter*innen erfolgt. Die Gefahr ist sonst, dass Forschungsprojekte in dieser Arbeitsstelle nur isoliert verwaltet statt zielorientiert gestaltet werden. Eine breite Beteiligung, auch studentischer Vertreter*innen, würde eine sinnvolle Verknüpfung der Projekte sowie Praxisnähe sicherstellen."

Mit den Forschungsmillionen ist es jedoch nicht getan. "Wir freuen uns über die Mittel für die Forschung, wir brauchen sie aber auch und gerade in der Lehre. In überfüllten Seminaren und kaum vorhandener Betreuung durch Professor*innen können die Erkenntnisse der Forschung sonst nicht zu den Adressaten der Reformbemühungen - und somit auch nicht in Hamburger Schulen gelangen", so Maike Paetzel (CampusGrün Vorstand), "ich hoffe, dass diese gute Nachricht die Hamburger Bildungspolitik dazu ermutigt, weitere Schritte in die richtige Richtung zu machen."

Podiumsdiskussion Klimaschutz in Hamburg

Noch immer hängt Hamburg bei der Erfüllung der deutschen Klimaschutzziele weit hinter den anderen Bundesländern her - auf einem unrühmlichen vorletzten oder sogar letzten Platz...

Anlässlich der Bürgerschaftswahlen am 15. Februar möchte CampusGrün, unterstützt von der unlängst gegründeten AG „Klimaschutz in Hamburg“ (ein parteiunabhängiger Zusammenschluss von Hamburger*innen jeden Alters) die Hamburger Parteien diesbezüglich auf den Prüfstand stellen. Vertreter*innen von SPD, Die Grünen, CDU und Die Linke sollen öffentlich Auskunft dazu geben, was ihre Parteien in Sachen Klimaschutz in Hamburg an konkreten Maßnahmen für die Zeit nach den Wahlen planen.

Hierzu veranstaltet CampusGrün eine Podiumsdiskussion am 5. Februar um 19 Uhr (buntes Vorprogramm mit Kindern und Jugendlichen ab 17.30 Uhr) im Hörsaal B des Uni-Hauptgebäudes (Edmund-Siemers-Alle 1)!

Unter dem Motto "Klimaschutz in Hamburg: Welche konkreten Maßnahmen zum Klimaschutz in Hamburg planen die Parteien? Wem können wir glauben, wem vertrauen?" wird Manfred Braasch vom BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) als Moderator, vier Parteienvertreter*innen „auf den Zahn fühlen“ und versuchen, von ihnen zu erfahren, was ihre jeweiligen Parteien für Hamburg planen, um die Hansestadt in Sachen Klimaschutz nach den Bürgerschaftswahlen besser aufzustellen. Seine Gesprächspartner*innen werden sein:

  • Dr. Monika Schaal, MdHB und umweltpolitische Sprecherin der SPD-FRAKTION
  • Dr. Peter Krämer, Leiter der LAG „Energie“ der Hamburger GRÜNEN
  • Birgit Stöver, MdHB und umweltpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion
  • Gilbert Siegler, energiepolitischer Sprecher der LINKEN

Wir wollen unseren Kindern eine lebenswerte Zukunft frei von Klimakatastrophen ermöglichen. Unterstützt unsere Forderungen für einen besseren Klimaschutz und kommt zur Podiumsdiskussion!

Weitere Infos gibt es hier.

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