CampusGrün Hamburg

Ein Zeichen gegen TTIP setzen

Die Verhandlungen zu TTIP schreiten immer weiter fort. Neben massiven Auswirkungen auf Bereiche wie zum Beispiel Arbeitnehmer*innenrechte, Verbraucherschutz und die rechtlichen Auswirkungen der sog. Schiedsgerichte, betreffen Freihandelsabkommen wie TTIP und CETA auch unmittelbar die Hochschulen.

Durch solcherlei Abkommen wird der staatliche Einfluss auch auf das Bildungssystem weiter eingeschränkt. Die staatliche Förderung von Bildungseinrichtungen ist nach der Logik des Freihandels eine unzulässige, marktverzerrende Subvention. Der Staat ist somit gezwungen, private Unternehmen genauso zu finanzieren wie öffentliche Hochschulen – dies führt letztendlich zu einer noch schlechteren Versorgung der Hochschulen mit staatlichen Mitteln und einer weiteren Kommerzialisierung von Bildung statt das Grundrecht auf Bildung für Alle zu realisieren. Des Weiteren befördert der Wandel vom Bildungsverständnis als gesellschaftliche Aufgabe hin zu einer kommerziellen Investition die unternehmerische Hochschule, deren Auswirkungen schon heute durch die Drittmittelabhängigkeit vieler Fachbereiche deutlich werden.

Dagegen setzen wir am 23. April 2016 in Hannover ein Zeichen setzen. Anlässlich des Besuches von Obama und Merkel findet ab 12.00 Uhr eine Demonstration gegen TTIP und CETA statt. Der AStA der Uni Hamburg organisiert dazu eine gemeinsame Anreise am 23.04. von Hamburg Hbf, Treffpunkt am Reisezentrum um 9:30. Der Zug geht um 9:57 an Gleis 13. Bitte seid pünktlich. Tickets für die gemeinsame Anreise gibt es im AStA-Infocafé (Mo-Fr 9.30- 18 Uhr) zu kaufen. Der Preis für Studierende ist 5 € für Hin- und Rückfahrt. Wir fahren gemeinsam mit dem Niedersachsen-Ticket.

Für weitere Informationen und Infomaterialien wendet euch gerne an das Referat für Ökologie und Nachhaltige Entwicklung oekologie@asta-uhh.de.

Lasst uns gemeinsam ein Zeichen setzen!

Prüfungsausschüsse: Gleiches Recht für alle!
Studentische Mitglieder in Prüfungsausschüssen haben die gleichen Mitbestimmungsrechte wie alle übrigen Mitglieder.

Für jeden Studiengang gibt es eine Prüfungsordnung, in welcher allgemeine Regelungen zum Studium getroffen werden. In dieser werden unter anderem auch Regelungen und Kompetenzen des Prüfungsausschusses definiert. Der Prüfungsausschuss trifft beispielsweise Entscheidungen, ob eine Krankschreibung angenommen wird, ob eine Abschlussarbeit verlängert wird oder ob eine Studien- und/oder Prüfungsleistung im Studium anerkannt wird.

In den Prüfungsordnungen der Bachelor- und Masterstudiengängen steht in § 7 zum Prüfungsausschuss folgender Satz: "Die studentischen Mitglieder wirken bei der Anrechnung von Studien- und Prüfungsleistungen nicht mit." Seltsam, dass die studentischen Vertreter*innen nicht über die Belange der Studierenden mitentscheiden dürfen? Finden wir auch. Es ist doch eine einseitige Benachteiligung gegenüber Studierenden, welche im Übrigen auch gegen das Hamburgische Hochschulgesetz (HmbHG) verstößt. Dort ist gefasst (in § 63 Abs. 1 HmbHG): "In Prüfungsausschüssen ist auch die stimmberechtigte Mitwirkung von Studierenden vorzusehen."

Das bedeutet, dass die Regelung in der derzeitigen Form gegen das Gesetz verstößt und damit rechtswidrig ist. In Zukunft können auch Studierende gleichberechtigt mit den anderen Mitgliedern des Ausschusses über die Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen mitbestimmen.

Übrigens: Da Promotionsausschüsse eines Faches Prüfungsausschüsse im Sinne des § 63 HmbHG sind, ist ebenfalls die stimmberechtigte Mitwirkung der Studierenden vorzusehen.

FakRat ErzWiss Januar

In der Januarsitzung des Fakultätsrats standen viele umstrittene Themen auf der Tagesordnung - die Diskussionen waren lang und hitzig und die Themen werden uns noch eine Weile beschäftigen. Zu Beginn der Sitzung berichtete das Dekanat über das neue Zeitfenstermodell, dass die Überschneidungen zwischen ErzWiss und Unterrichtsfächern auf ca. 10% reduzieren soll - wir sind gespannt... Anschließend wurden die studentischen Mitglieder des GALB, des Gemeinsamen Ausschuss Lehrerbildung, gewählt. Dieser Zusammenschluss aus allen Hochschulen in Hamburg, die an den Lehramtsstudiengängen beteiligt sind, wird sich über lehramtsübergreifende Fragestellungen und Prüfungsordnungen kümmern. Die sechs Mitglieder wurden von den vier Lehramts-FSRen gemeinsam vorgeschlagen und von CampusGrün vorgeschlagen - nur das BAE-Mitglied im Fakultätsrat wollte nicht, dass die FSRe diese Posten besetzen, konnte sich mit dieser Position aber nicht durchsetzen. Wir wünschen den neu gewählten GALB-Mitgliedern viel Erfolg!

Lange wurde über den Vorschlag eines Promotionsstudienganges diskutiert. Demnach sollen Promovenden nicht mehr "vor sich hin promovieren", sondern in einem Studiengang mit LP und Regelstudienzeit promovieren. Wir finden das Angebot an Seminaren und Kolloquien zwar gut, sehen es aber sehr kritisch, dass dies verpflichtend sein soll. Es widerspricht der wissenschaftlichen Praxis, eine Doktorarbeit in Regelstudienzeit ableisten zu müssen - außerdem darf der wahre Grund für den Promotionsstudiengang nicht sein, so professorale Lehre zu binden, um weniger Studienplätze im BA/MA anbieten zu müssen! Abschließend wurde auch über die Exzellenzinitiative diskutiert. Die Uni sollte hierzu eine kritische Haltung entwickeln - die Fakultät für Erziehungswissenschaft sollte aber nicht nur aus Prinzip dagegen sein.

Ältere Meldungen

Aktuelle Infos auf twitter